Raoul B. - Regie Raoul B. studierte Regie an der Filmhochschule in Potsdam Babelsberg, brach das Studium jedoch aufgrund kreativer Differenzen mit seinen Professoren nach 2 Jahren ab und ging nach Hollywood. Dort wurde sein atemberaubendes Talent sofort von dem renommierten Produzenten Brian Grazer entdeckt und gefördert. Neben zahlreichen Episoden in Erfolgsserien wie Emergency Room, Fraggles etc. inszenierte B. diverse preisgekrönte Werbespots und Musikvideos. Mit seinem Spielfilmdebüt When the Moon Shines on Day wurde er 1999 über Nacht zu einem der begehrtesten Regisseure Hollywoods. Für Die Schwarze Kolonne kehrte Raoul B. erstmals wieder nach Deutschland zurück und erfüllte sich hier mit der Verfilmung der legendären Comics einen Kindheitstraum. Mathias Kusché - Adalbert Hellfeyer Das komplizierte Genie Er gilt als schwieriger Charakter: Einerseits ein erstklassiger Schauspieler, andererseits aber auch ein Mann mit Starallüren. Bei so manchem Dreh musste sich das Film-Team ganz schön ins Zeug legen, um den Theater-Star zufrieden zu stellen. Und trotzdem: dieser Mann hat das gewisse Etwas, das ihn aus der Masse heraushebt. Er spielt den aalglatten Erfolgsmenschen ebenso wie die Tunte oder den durchgedrehten Bösewicht - ein echter Charakterdarsteller! Darüber hinaus ist Kusché ein fanatischer Anhänger des "Method-Acting". Für anspruchsvolle Rollen stellt er schon Monate vor dem Dreh sein Leben komplett um, um den Anforderungen mehr als gerecht zu werden. Tim Sander - Wygand Der Traummann So wie er aussieht, hätte er auch Model oder Playboy werden können. Bei seinem Namen steigt in Frauen eine Hitze auf, die jeden finnischen Saunawärter hellauf begeistern würde. Tim Sander, geboren am 27. Juli 1978, träumte schon im zarten Kindesalter von einer Karriere als Schauspieler und Filmstar. Von 1998 bis 2002 zählte er als Kai Scholl zum Hauptcast der erfolgreichen Seifenoper Gute Zeiten, Schlechte Zeiten. Nach seinem Ausstieg aus der Serie begann für Sander schließlich eine atemberaubende Kinokarriere, die nun mit der Kolonne ihren Höhepunkt erreicht hat. Seit den Dreharbeiten zu Die Schwarze Kolonne gilt Tim Sander als Deutschlands Kinostar Nr.1. Sein weiterer Lebensweg wird den Schauspielbeau wohl nach Hollywood führen. Doch zuvor möchte sich Sander noch angemessen von seinen deutschen Fans verabschieden und übernimmt daher ab Herbst die Hauptrolle in der beliebten Telenovela Verliebt in Berlin. Silvana Bayer - Lisa Vom Playmate zum Filmstar Angeblich soll sie ein rebellisches Kind gewesen sein - kaum vorstellbar bei diesem Lächeln. Während andere Mädchen davon träumen Fotomodell oder Schauspielerin zu werden, ist Silvana Bayer damit beschäftigt, diesen Traum zu leben. Als Modell machte sie im Playboy Furore, doch als Schauspielerin ist sie unvergleichlich. Models, die schauspielern sind Studiobossen meist nur ein müdes Lächeln wert - nicht so der brünette Männertraum Bayer. Natürlich nutzt sie auch in der Schauspielerei ihren unwiderstehlichen, lasziven Blick und ihren makellosen Körper, um die Männer in ihren Bann zu ziehen. Auch während der Dreharbeiten soll Bayer so manchem Teammitglied den Kopf verdreht haben. Mit Die Schwarze Kolonne hat sie nun erfolgreich das Fundament für eine lange, große, internationale Kinokarriere gelegt. Trooper Da Don - Samuel Der Rapper im Filmgeschäft "Kraftvoll, bedrohlich, energisch, außergewöhnlich!" So titelte ein großes deutschen Magazin zu der Musik von Trooper Da Don. Der Erfolgsrapper ist seit Jahren 'Das Gesicht' des deutschen Hip Hops. Nun endlich können ihn seine Fans auch auf der Leinwand bewundern. In der Rolle des furchtlosen Nazijägers Samuel setzt Trooper neue Maßstäbe. So wundert es auch kaum, dass er auch bereits für die nächste Produktion des Regisseurs Raoul B. unterschrieben hat. Ein Gewinnerpaar sollte man eben niemals trennen. Trooper ließ es sich natürlich auch nicht nehmen, den Titelsong 'Black Cologne is Down with me' für den Film aufzunehmen. Der Musiker in ihm kann wohl nicht anders - und die Fans danken es ihm! Tan Gha - Chi Lee Die kämpferische Zarte Eigentlich gar nicht so recht zu glauben: Tan Gha wuchs als gut behütetes Nesthäkchen auf. Damals kannte man sie wohl noch nicht unter ihrem Spitznamen BeautyPunch. Doch Asiens größter Filmstar lernte schon früh die alte chinesische Kampfsportart Wushu und wurde zweimal hintereinander darin Weltmeisterin. Ein guter Grundstein für eine große Martial-Arts-Karriere. Das dachte vermutlich auch Regielegende John Woo und besetzte sie fortan in jedem seiner Filme. Mittlerweile ist Gha die gefragteste Schauspielerin Asiens und ein wahres Sexsymbol. Die Produzenten von Die Schwarze Kolonne zögerten nicht eine Sekunde, diesen internationalen Superstar für den Film zu besetzen. Und sie hatten Recht, denn der Film ist in Asien schon jetzt der erfolgreichste Actionfilm aller Zeiten. DER HINTERGRUND West-Deutschland, 1946: Ein untergetauchter Kader ehemaliger Wehrmachtssoldaten, hochrangiger Politiker und Funktionäre des Nazi-Regimes plant den Wiederaufstieg der arischen Rasse, über Leichen gehend, wenn es dem Weg zur Weltherrschaft dient. Sie nennen sich selbst Die Geheimen Mächte oder kurz: Das Gemächt. Die Existenz des Gemächts wird von der offiziellen Politik geleugnet. Im Geheimen jedoch schicken die Alliierten in enger Zusammenarbeit mit der neuen deutschen Regierung eine Antiterroreinheit versierter Spezialagenten auf die Jagd nach dem Gemächt. Der Codename dieser Einheit ist Die Schwarze Kolonne! DIE STORY Adalbert Hellfeyer, der Befehlshaber des Gemächts, plant einen finsteren und hinterhältigen Supercoup: den Einsatz einer von deutschen und japanischen Wissenschaftlern entwickelten Rassenvernichtungswaffe. Wygand, der Anführer der Schwarzen Kolonne, und seine Kameraden kommen mithilfe der japanischen Spionin Chi Lee auf die Spur der teuflischen Verschwörung. Vor der Kulisse des Nachkriegsberlins kommt es zum Showdown. Einige Monate vor Beginn der Dreharbeiten... ...traf sich Regisseur Raoul B. mit Studenten der Filmhochschule Potsdam Babelsberg und machte den Nachwuchsfilmern ein einmaliges Angebot. Er gab den besten Nachwuchsfilmern der Hochschule die Chance, die gesamte Produktionsphase von Die Schwarze Kolonne filmisch zu dokumentieren. Entstanden ist ein überwältigendes Making Of, das schon weltweit sensationelle Festivalerfolge feiern konnte. Die Schwarze Kolonne ist damit der erste und einzige Kinofilm, dessen Making Of als eigenständiger Kurzfilm auf den prominentesten Filmfestivals der Welt vertreten war. CHRONIK Als Vorlage für den Film dient die gleichnamige Comicreihe des Zeichners und Illustrators Wilhelm Herzog. Die erste Ausgabe des Comics mit dem Titel Die Schwarze Kolonne - Der Erste Marsch erschien 1955 und löste aufgrund seiner hohen politischen Brisanz eine Welle kontroverser Diskussionen aus. Viele fürchteten die erschreckende Aktualität der Comics und versuchten diese zu verbieten. Doch die gerade erst gegründete Bundesrepublik verteidigte das junge Recht auf Meinungsfreiheit und ließ Herzog mit seinen Comics gewähren. Heute gelten sie sogar als offizielles deutsches Kulturgut. In den folgenden Jahren avancierte Die Schwarze Kolonne von einem Geheimtipp zu einem regelrechten Kassenschlager und wurde in insgesamt 114 Länder verkauft. In den 50er und 60er Jahren galten die Comics von Wilhelm Herzog als die erfolgreichsten seiner Zeit. Bis heute sind die Bildergeschichten – wie Herzog seine Comics selber nannte - Inspiration vieler junger Zeichner. Der legendäre Comicverlag MARVEL (Spiderman, Fantastic Four, etc.) bezeichnete Wilhelm Herzog sogar als das größte Genie in der Welt der Comics. Im Jahr 1969 erschien die letzte Ausgabe mit dem Titel Die Schwarze Kolonne - Die Welt Danach. WILHELM HERZOG Wilhelm Herzog wurde 1918 in Berlin geboren. Sein Vater war kurz vor seiner Geburt im Krieg gefallen. Seine Mutter arbeitete bis zu ihrem Tod 1936 als Krankenschwester. Im Alter von 19 Jahren - kurz nach dem Tod seiner Mutter - ging Herzog nach New York und arbeitete in der weltberühmten Kunstgalerie „Neuf Femmes“. Dort lernte er auch seinen Mentor François Gervois kennen, der ihn zum ersten Mal mit dem Medium Comic vertraut machte. Zusammen mit ihm gründete er 1941 den Club „Artists For Peace“ und kämpfte seither mit allen seinen Kräften gegen die Nationalsozialisten. Nach Kriegsende kehrte Herzog nach Berlin zurück und half eine neue kulturelle Szene in der Stadt aufzubauen. 1955 veröffentlichte er dann das erste Comic der Reihe Die Schwarze Kolonne, mit dem er auf die immer noch bestehenden nationalsozialistischen Geflechte in der jungen Demokratie aufmerksam machen wollte. Neben seiner Tätigkeit als Künstler unterrichtete Herzog an der Hochschule der Künste in Berlin. 1974 wurde Herzog von dem damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. 1978 starb der Künstler in seiner Villa in Berlin.